15. Mai 2026
Tendenze & Mercati
SITL 2026: Was uns die europäische Messe über die neue globale Logistik verraten hat

Die SITL - Salon International du Transport et de la Logistique - ist seit Jahren eine der wichtigsten europäischen Beobachtungsplattformen für die Veränderungen in Logistik und internationalem Handel. Die Ausgabe 2026 in Paris brachte Logistikdienstleister, Spediteure, Technologieunternehmen und Supply-Chain-Spezialisten zusammen, um sich über die Umbrüche auszutauschen, die die globalen Warenströme neu definieren.
Nach Angaben der Veranstalter zog die Messe über 25.000 Branchenfachleute und mehr als 500 internationale Aussteller an (Quelle: SITL Paris). Zahlen, die die Rolle der Messe als Bezugspunkt für alle bestätigen, die in Transport, Logistik und Dienstleistungen rund um den internationalen Handel tätig sind.
Unter den anwesenden Unternehmen war auch Custom Group, die an der Veranstaltung teilnahm, um die Entwicklung der Branche aus nächster Nähe zu beobachten und sich mit internationalen Betreibern und Partnern über die Herausforderungen auszutauschen, die das Supply-Chain-Management neu gestalten.
Aus dem Austausch während der Messetage zeichnen sich einige Leitlinien des Wandels inzwischen klar ab: Digitalisierung der Prozesse, zunehmende Komplexität der globalen Lieferketten und stärkere Aufmerksamkeit für die Einhaltung von Vorschriften bei internationalen Warenströmen.
Digitalisierung und Integration logistischer Prozesse
Eines der am häufigsten wiederkehrenden Themen auf der SITL 2026 war die Digitalisierung logistischer und administrativer Abläufe.
Die Abwicklung internationaler Sendungen erfordert heute die Koordination zahlreicher Akteure der Lieferkette. Frachtführer, Logistikdienstleister, Zollbehörden und exportierende Unternehmen müssen Informationen und Dokumente immer schneller austauschen.
Laut dem Bericht DHL Logistics Trend Radar planen über 75 % der Logistikunternehmen, ihre Investitionen in digitale Technologien bis 2026 zu erhöhen (Quelle: DHL). Ziel ist es, die Transparenz der Warenströme zu verbessern und die Verwaltung dokumentenbasierter Prozesse zu automatisieren.
Auf der Messe zeigte sich eine zunehmende Verbreitung digitaler Plattformen, die Sendungsverfolgung, Dokumentenmanagement und Datenaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Supply Chain integrieren. Solche Lösungen ermöglichen es, Verwaltungsfehler zu reduzieren, Abläufe zu beschleunigen und die Kontrolle über internationale Warenströme zu verbessern.
Immer komplexere globale Supply Chains
In den letzten Jahren sind internationale Lieferketten immer vielschichtiger und anfälliger für externe Faktoren geworden. Geopolitische Krisen, Handelsspannungen und instabile Märkte haben gezeigt, wie wichtig eine sorgfältige Steuerung der Logistikströme ist.
Laut dem World Bank Logistics Performance Index ist die Effizienz von Infrastrukturen und logistischen Verfahren einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen im internationalen Handel (Quelle: World Bank).
Auf der SITL 2026 betonten viele Beiträge, dass Unternehmen versuchen, ihre Supply Chains resilienter zu machen, indem sie die Kontrolle über Sendungen verbessern und die Zoll- und Dokumentenprozesse stärken.
In einem zunehmend komplexen globalen Umfeld ist die Fähigkeit, reibungslose und vorschriftskonforme Import- und Exportströme zu gewährleisten, ein strategischer Faktor für die Kontinuität der Geschäftstätigkeit.
Internationaler Transport und multimodale Integration
Die Multimodalität war ein weiteres zentrales Thema der Diskussionen auf der Messe.
Immer mehr Unternehmen kombinieren nämlich verschiedene Verkehrsträger, um Kosten, Lieferzeiten und Nachhaltigkeit der Logistikströme zu optimieren. Straßen-, Schienen- und Seeverkehr werden zunehmend in komplexe Logistikketten integriert.
Nach Daten der Europäischen Kommission macht der Schienenverkehr rund 17 % des Güterverkehrs in der Europäischen Union aus, doch die europäische Politik zielt darauf ab, diesen Anteil zu erhöhen, um nachhaltigere Lösungen zu fördern (Quelle: European Commission - Transport statistics).
Diese Entwicklung erfordert eine immer besser koordinierte Abwicklung internationaler Sendungen, vor allem wenn Waren mehrere Grenzen und unterschiedliche Verkehrsträger passieren.
Vorschriften und Nachhaltigkeit: eine wachsende Herausforderung für Unternehmen
Ein weiteres Thema, das auf der SITL deutlich hervortrat, betrifft die Auswirkungen europäischer Vorschriften auf Logistik und internationalen Handel.
Der Verkehrssektor ist für rund 24 % der globalen energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich (Quelle: International Energy Agency). Aus diesem Grund führt die Europäische Union neue Maßnahmen ein, um die Umweltauswirkungen des Güterverkehrs zu verringern.
Der europäische Plan Fit for 55 sieht eine Senkung der Emissionen um mindestens 55 % bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 vor (Quelle: European Commission).
Diese Maßnahmen bringen neue operative und regulatorische Folgen für Unternehmen mit sich, die Import- und Exportströme abwickeln. Verfahren, Kontrollen und Dokumentationsanforderungen werden immer komplexer, was ein sorgfältiges Compliance-Management unerlässlich macht.
Ein Blick in die Zukunft der internationalen Logistik
Die Teilnahme an der SITL 2026 bot Custom Group die Gelegenheit, sich mit Betreibern und Fachleuten der Branche darüber auszutauschen, wie sich die Dynamiken der globalen Logistik entwickeln.
Digitalisierung der Prozesse, stärkere Integration der Verkehrsträger und zunehmende Aufmerksamkeit für die Einhaltung von Vorschriften sind drei Faktoren, die die Abwicklung internationaler Sendungen immer stärker beeinflussen werden.
Für Unternehmen im internationalen Handel wird es zu einem Schlüsselfaktor, diese Veränderungen zu verstehen und die eigenen Betriebsprozesse anzupassen, um in einem immer komplexeren logistischen Umfeld wettbewerbsfähig und effizient zu bleiben.
Die Custom-Lösungen für die Logistik
Im dynamischen und sich ständig wandelnden Umfeld der globalen Logistik zeichnet sich Custom Group durch die Fähigkeit aus, integrierte Lösungen anzubieten, die die komplexesten betrieblichen Herausforderungen bewältigen. Ein zentrales Beispiel dieser Vision ist SCL (Smart Charge Locker), eine innovative Plattform, die die Betriebsgeräte innerhalb der Supply Chain intelligent verwaltet. SCL vereint Laden, Überwachung und Nachverfolgbarkeit der Geräte und ermöglicht es Unternehmen, Ausfallzeiten zu reduzieren, die Organisation der Abläufe zu verbessern und die Betriebskontinuität zu gewährleisten, insbesondere in komplexen Umgebungen wie der Logistik.