31. Januar 2022
Tendenze & Mercati
Self-Service und Self-Checkout im Einzelhandel

Die Welt des Einzelhandels verändert sich grundlegend. Einerseits erschweren die Pandemie und neue Lebensstile die Suche nach Arbeitskräften für die Geschäfte; andererseits suchen die Verbraucher nach immer „reibungsloseren“ Einkaufserlebnissen. Wieder einmal ist es die Technologie, die den Unternehmen der Branche zu Hilfe kommt.
Automatisierung im Einzelhandel: von der Notwendigkeit zur Chance
Den Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zufolge ist es seit einigen Monaten ein immer schwierigeres Unterfangen, Arbeitskräfte für Geschäfte zu finden. Die Pandemie hat die Gesellschaft und die Prioritäten der Menschen, die sie bilden, nämlich tiefgreifend verändert. Ob der Grund in der Betreuung der Familie, dem Wunsch nach Sicherheit, der Suche nach flexibleren Arbeitszeiten oder höheren Löhnen liegt – die Einzelhändler haben Mühe, offene Stellen zu besetzen.
Doch gerade die Antwort auf diese Notwendigkeit kann zu einer großen Chance werden. Der Self-Checkout, bei dem die Kunden selbstständig und ohne Mitwirkung eines Kassierers bezahlen, bietet nämlich zahlreiche Vorteile. Wenn wenige Mitarbeiter genügen, um mehrere automatisierte Kassenplätze zu überwachen, sinken die Kosten, der Abstand wird eingehalten, es wird Zeit gespart und Ressourcen werden für die Kundenbetreuung oder die Bearbeitung von Online-Bestellungen frei.
Geschäfte und Supermärkte zu 100 % in Selbstbedienung
Das soeben beschriebene Umfeld hat bereits zu Experimenten mit einer mehr oder weniger vollständigen Selbstbedienung geführt. Geschäfte mit wenigen oder sogar gar keinen Mitarbeitern tauchen allmählich in den Straßen der Städte auf.
Amazon hat eigene Lebensmittelgeschäfte im „Checkout-free“-Modus eröffnet. Unabhängig von den Werkzeugen und Technologien, die diesen Läden zugrunde liegen, kann der Kunde hier frei bezahlen und das Geschäft verlassen – mit QR-Code, Smartphone und Kredit- oder Debitkarte (aber auch bar). Ein Einkaufserlebnis ohne Hindernisse, das die Bedürfnisse des Einzelhändlers mit der Zufriedenheit des Verbrauchers verbindet.
In einer ganz anderen Warengruppe tauchte im vergangenen Jahr in einer Kleinstadt in New Jersey sogar eine Buchhandlung ohne Personal auf. Mithilfe von Venmo, einem in den USA beliebten Dienst für mobile Zahlungen, eröffnete Little City Books in Hoboken eine zweite, vollständig auf Selbstbedienung ausgelegte Filiale. Obwohl es sich um eine Art Experiment handelte (das Geschäft hatte nämlich nicht genügend Umsatz, um die Miete zu decken), war die Initiative ein Erfolg: Es wurden zahlreiche Verkäufe verzeichnet, und die Besucher verhielten sich stets respektvoll.
Das Schöne an der Technologie: keine Warteschlangen mehr und Digitalisierung des stationären Handels
Kehren wir an dieser Stelle zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen zurück: Die technologische Entwicklung im Handel bringt auch für Bürger und Verbraucher große Vorteile. Das wachsende Interesse an der Digitalisierung und die Notwendigkeit des Abstandhaltens haben zur Entwicklung von Apps und Software zur Vermeidung von Warteschlangen geführt, wie Whyline und Safe Queue. Dank ihnen wissen alle, die Geschäfte, Banken, Flughäfen, Rathäuser oder Gesundheitseinrichtungen aufsuchen müssen, genau, wann sie vor Ort sein sollen, ohne sich in langen, endlosen Schlangen drängen zu müssen.
Gerade Innovationen wie diese werden den stationären Handel retten. Kräftige Technologiespritzen, etwa mit Sensoren, digitalen Zahlungssystemen und Systemen zur Lagerverfolgung, werden den Einzelhandel unweigerlich in eine neue Phase führen.
Ein Weg, den die Unternehmen der Custom Group seit Jahren aufmerksam verfolgen – mit Antworten, die stets auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Von den zahlreichen Self-Service-Lösungen für Einzelhandel & Gastgewerbe über die automatischen Kassen von System Retail bis hin zur Logistik-Suite von Bizeta Retail Solutions: Unsere Produkte und Dienstleistungen sind stets auf die Entwicklungen der Welt um uns herum ausgerichtet.