14. April 2022

Tendenze & Mercati

Metaverse und NFT zwischen Medienrummel und virtuellen Modenschauen

Metaverse und NFT zwischen Medienrummel und virtuellen Modenschauen

Es ist noch nicht lange her, dass wir uns an dieser Stelle mit der tatsächlichen Tragweite von Metaverse und NFT befasst haben. Wichtige neue Erkenntnisse ermöglichen es uns nun, die Phänomene der letzten Monate noch besser einzuordnen.

Voraussetzungen und Ergebnisse der ersten Metaverse Fashion Week

Die erste Modeschau im Metaverse war zweifellos ein bemerkenswertes Ereignis. Die Veranstaltung fand Ende März auf Decentraland statt, einer dezentralen, blockchainbasierten Plattform, und bot vier Tage lang ein vollständiges virtuelles Eintauchen. Ihr dichter Terminkalender orientierte sich eng an dem einer „realen“ Großveranstaltung, mit Shows, Konzerten und Aftershow-Partys, die ein sehr umfangreiches Programm belebten.

Mehr als 70 Marken, Künstler und Designer waren beteiligt: Die Teilnehmer konnten nicht nur ihre neuen Kollektionen präsentieren, sondern auch Talks, Partys und filmische Installationen veranstalten – alles streng digital. Und das, obwohl andere Marken diese virtuelle Dimension nach wie vor als ein ebenso futuristisches wie nach Science-Fiction anmutendes Wagnis betrachten.

Abgesehen von einigen technischen und organisatorischen Problemen hat die Metaverse Fashion Week funktioniert. Avatare in virtuellen Kleidern bedeutender Modehäuser der Mode- und Luxusbranche defilierten über fantasievolle Laufstege und sorgten für ein farbenfrohes und kreatives Event. Den Unternehmen bleibt nun, die tatsächliche Größe dieses Marktes zu bewerten und zu prüfen, welche Investitionen er im Rahmen ihrer Aktivitäten rechtfertigen kann.

Nachlassendes Interesse bei Google und in Umfragen

Und was konkrete Investitionen betrifft, sind die Einschätzungen aus einigen aktuellen Analysen zu Metaverse und NFT alles andere als ermutigend. Nach monatelangem Boom zeigen die Suchanfragen bei Google Trends nämlich einen drastischen Rückgang des Interesses an virtuellen Welten. Die Abwanderung der Nutzer lässt sich vielleicht mit dem seit Langem anhaltenden Medienrummel erklären, der das Publikum mit diesen Themen schließlich übersättigt und überfrachtet hat.

Noch bezeichnender ist eine von der Marketingplattform Klaviyo veröffentlichte Umfrage. Demnach gaben 40 % der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren an, das Konzept der NFT nicht zu verstehen, während weitere 32 % erklärten, niemals eine Investition in NFT in Betracht zu ziehen. Was das Metaverse betrifft, halten erstaunliche 78 % der Stichprobe es lediglich für „Marketing-Hype“, während 14 % es schlicht als virtuelle Shopping-Website betrachten.

Noch deutlicher wird ein weiterer Bericht von Cardify, einem Unternehmen für die Analyse von Verbraucherdaten. Das Institut stellte fest, dass 56,7 % der Gesamtbevölkerung und 41,5 % der Besitzer von Kryptowährungen „sehr wenig oder nichts“ über NFT wissen. 40,2 % der Gesamtbevölkerung gaben zudem an, dass 25 Dollar (22,5 Euro) der Höchstpreis seien, den sie für einen Token zu zahlen bereit wären.
Die neuen digitalen Welten haben also noch einen weiten Weg vor sich, bevor sie sich durchsetzen. Einen Weg, den die Lösungen von Bizeta bereits seit 40 Jahren gehen und noch lange weitergehen werden – mit Blick auf eine immer stärkere Integration von physischer und virtueller Welt.

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