10. November 2022

Tendenze & Mercati

Mode, Luxus und Technologie: ein großes Beschleunigungspotenzial

Mode, Luxus und Technologie: ein großes Beschleunigungspotenzial

Die Mode- und Luxusbranche bestätigt einmal mehr, dass sie untrennbar mit der Technologie verbunden ist

Ein aktueller Bericht von Bain & Company erläutert, wie die Modebranche digitale Innovationen in großem Umfang einführt. „Luxus und Technologie: der Beginn einer neuen Ära“ – so der Titel der Studie – zeigt, dass jede Marke auf der Suche nach ihrem eigenen Modell ist.

NFT, Metaverse und Blockchain

In dem soeben zitierten Bericht befragt Bain & Company die Luxusmarken des Comité Colbert, einer Vereinigung in Frankreich tätiger Unternehmen der Branche, über die wir in der Vergangenheit bereits berichtet hatten. Eine der ersten Erkenntnisse ist, dass zahlreiche Marken der Mode- und Luxusbranche der Versuchung der NFT und der damit verbundenen einzigartigen digitalen Kreationen nicht widerstehen konnten.

Die Hälfte der Befragten gab nämlich an, Non-Fungible Tokens und das Metaverse bis 2025 zu testen oder testen zu wollen. Darüber hinaus besteht auch großes Interesse an der Blockchain. Charlotte Morizot, Senior Director des Bereichs „Handel und Luxus“ bei Bain & Company, erklärt dazu: „Wir sind ziemlich überzeugt von der Bedeutung dieser Technologien, weil sie Anwendungsfälle liefern, die für die Branche relevant sind … Wir halten es für bedeutsam, dass dieses Marktsegment 2030 zwischen 5 % und 10 % des Luxusumsatzes ausmachen wird.“

Die drei strategischen Ziele der Mode- und Luxusbranche

Die soeben vorgestellten, vielleicht etwas kuriosen Innovationen sind dennoch Ausdruck einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit dem Thema Technologie. Aus der hier besprochenen Studie geht hervor, dass die großen Marken bei Investitionen in diesem Bereich drei ganz klare strategische Ziele verfolgen: Customer Engagement, operative Exzellenz und nachhaltige Entwicklung.

Joëlle de Montgolfier, Executive Vice President der Bereiche „Konsumgüter“, „Handel“ und „Luxus“ bei Bain, erläutert: „Für die Luxusanbieter ist es wegweisend, ein nahtloses Kundenerlebnis bieten zu können, bei dem man zudem den eigenen Kunden perfekt kennt. Das ist die Hauptaufgabe der Technologie. Das andere Ziel ist die operative Exzellenz, um Präzision und Vorausschau zu gewährleisten. Diese Elemente sind in den letzten zwei Jahren nach den Problemen in den Produktions- und Lieferketten deutlich zentraler geworden.“

Die weite Verbreitung von 3D und RFID

Wir schließen mit einer Frage und einigen Prozentzahlen: Wie stark setzt die Luxusbranche auf Technologie? Konkret wurden alle Innovationen von der Branche übernommen, wobei 50 % der Unternehmen darauf zurückgreifen. Am weitesten verbreitet ist 3D-Imaging, das von 45 % der Befragten eingesetzt wird, gefolgt vom 3D-Druck (35 %) und den RFID-Technologien (31 %).

Und wenn von Technologien für die Mode- und Luxusbranche die Rede ist, darf Bizeta Retail Solutions nicht fehlen: Das Unternehmen liefert seit nunmehr 40 Jahren komplette Software-, Hardware- und Servicelösungen an die wichtigsten Akteure der Branche.

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