8. September 2022

Innovazioni Tecnologiche

Wie funktioniert das Gepäckabfertigungssystem am Flughafen?

Wie funktioniert das Gepäckabfertigungssystem am Flughafen?

Entdecken wir die heikle Reise des Gepäcks vom Check-in zum Abfluggate und vom Ankunftsgate zur Gepäckausgabe.

Das Baggage Handling System oder BHS ist das an Flughäfen eingesetzte System zur Sortierung des Gepäcks. Von seiner Effizienz hängen oft das Ansehen des Flughafens und die Fähigkeit der Infrastruktur ab, das Interesse großer Fluggesellschaften zu wecken. Die Zufriedenheit der Reisenden ist nämlich ein grundlegendes Kriterium, an dem sich die Fluggesellschaften bei der Wahl der Drehkreuze für ihre Strecken orientieren.

Ziel eines effizienten BHS ist es, das Gepäck mit einem System von einem Teil des Flughafens zum anderen zu befördern, dessen Transportdauer der des jeweiligen Passagiers entspricht. Bewegen sich die Koffer langsamer, warten frustrierte Reisende auf Gepäck, das nicht ankommt, und verpassen aufgrund dieser Verzögerungen womöglich ihre Anschlussflüge. Bewegen sie sich hingegen zu schnell, könnten sie vor den Reisenden am Ziel ankommen.

Jeder Flughafen hat seine eigenen Anforderungen und Größen: Bei manchen entspricht der Weg nur einem kurzen Spaziergang, bei anderen müssen die Passagiere womöglich einen Zug nehmen. In mittleren und großen Flughäfen ist die Gepäckabfertigungsanlage in der Regel ein automatisiertes System aus Förderbändern, Weichen (sogenannten „Pushern“) und Barcode-Lesern (oder RFID-Etiketten).

Ein Gepäcksortiersystem hat im Wesentlichen drei Aufgaben:

  1. Beförderung des Gepäcks vom Check-in-Bereich zum Abfluggate;
  2. Beförderung des Gepäcks von einem Gate zum anderen beim Umsteigen;
  3. Beförderung des Gepäcks vom Ankunftsgate zur Gepäckausgabe.

1. Check-in

Das Förderband beginnt am Check-in-Schalter (der auch als Self-Service ausgeführt sein kann), wo der Mitarbeiter das Gepäck auf den Namen des Passagiers registriert, dessen vollständige Reiseroute ermittelt und einen oder mehrere Gepäckanhänger druckt, die an jedem Koffer angebracht werden. Der Gepäckanhänger ist ein Identifikationsetikett mit allen Fluginformationen, darunter das Ziel und etwaige geplante Zwischenstopps, sowie einem Barcode mit einer zehnstelligen, für jedes Gepäckstück eindeutigen Nummer.

Unmittelbar nach dem Check-in durchläuft das Gepäck ein System automatisierter Barcode-Scanner, die etwa 90 Prozent der Koffer erfassen können. Der Rest wird auf ein anderes Förderband geleitet und manuell gescannt. Durch das Lesen des 10-stelligen Barcodes lässt sich die Position des Gepäckstücks jederzeit ermitteln.

2. Von einem Gate zum anderen

Der Verlauf der Förderbänder kann sehr verzweigt sein, ähnlich wie ein Straßennetz. Sobald das Gepäck jedoch erfasst wurde – dank der Informationen auf den Gepäckanhängern –, kennt die Sortieranlage sein Ziel und seine Route genau, und über das Netz aus Förderbändern und Kreuzungen kann der Koffer automatisch an nahezu jedes mögliche Ziel geleitet werden. Nach all diesen Schritten wird das Gepäck schließlich in das Flugzeug verladen.

3. Gepäckausgabe

Die Gepäckausgabe bei der Ankunft erfolgt über das Ausgabeband für die Passagiere, auf das – über spezielle Ladestationen – das aus dem Flugzeug entladene Gepäck geleitet wird. Auch hier wird der passende Ausgabeweg dank des Auslesens des Etiketts auf den Gepäckstücken gewählt. Gepäckstücke, die nicht automatisch erkannt werden, werden manuell identifiziert; ist auch das nicht mehr möglich, werden sie zur Gepäckermittlung gebracht.

So funktioniert im Großen und Ganzen die Gepäcklogistik am Flughafen. Automatisierte Systeme und präzises Timing sind die ideale Kombination für einen hochwertigen Service; zudem bestätigen die Check-in-Vorgänge ihre grundlegende Rolle für das korrekte Funktionieren des gesamten Abfertigungssystems.

Die Lösungen von Custom für die Gepäcketikettierung

Custom S.p.A. bietet Drucklösungen, die gezielt darauf ausgelegt sind, die Check-in-Vorgänge zu optimieren und ihre Effizienz sicherzustellen. Dabei kommen Barcode- und RFID-Technologien zum Einsatz, die Custom auch gleichzeitig nutzen kann, indem es Barcodedrucker anbietet, die mit RFID-Encodern ausgestattet werden können. Ergänzt wird das System durch VeriPrint®, die innovative Hardware- und Softwarelösung, die die Tickets der Drucker automatisch digitalisiert und so Druckproblemen und Fälschungen vorbeugt

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Artikel ursprünglich veröffentlicht am 30.03.2016 – aktualisiert am 08.09.2022

 

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