6. Oktober 2017
Tendenze & Mercati
Die Hochgeschwindigkeits-Evolution

Während China mithilfe modernster Magnetschwebetechnologien den schnellsten Zug der Welt entwickeln will, schaut der Rest der Welt nicht tatenlos zu: Der Markt für Hochgeschwindigkeitsbahnen wächst in schwindelerregendem Tempo.
Laut dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC) sind heute weltweit 25.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken in Betrieb und rund 16.000 Kilometer im Bau. Bis 2030 sollen weitere 60.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken entstehen.
Welche Länder wollen investieren? Zu den wichtigsten zählen Frankreich, das Vereinigte Königreich, Spanien, die Türkei, Russland, China, der Iran, Katar, Indien, Australien und die Vereinigten Staaten.
DIE ZÜGE DER ZUKUNFT
Die jüngste technologische Grenze des Schienenverkehrs ist die Magnetschwebebahn: eine echte Herausforderung an die Schwerkraft, bei der die Züge nicht mehr auf Schienen fahren, sondern wenige Zentimeter über dem Boden schweben. Durch die Nutzung des komplexen Gleichgewichts zwischen Gravitations-, elektrischen und magnetischen Kräften ergibt sich ein bisher unerforschter Vorteil: Da die Luft die einzige Reibungsquelle ist, lassen sich bislang undenkbare Geschwindigkeiten erreichen.
Einige Länder sind bereits von der Theorie zur Praxis übergegangen, viele weitere werden bald folgen: Als erstes Land hat Japan diesen Schritt vollzogen, das bis heute den Rekord für die Höchstgeschwindigkeit mit 603 km/h hält, während China vor Kurzem den Zug mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 400 km/h eingeweiht hat.
Noch futuristischere Ziele verfolgen Tesla mit dem Projekt Hyperloop und die China Aerospace Science and Industry Corporation mit dem Projekt T-Flight: Das erste soll mit Schallgeschwindigkeit fahren, das zweite die Geschwindigkeit eines Linienflugzeugs um das Fünffache übertreffen. Unterdessen entwickelt auch Italien eine eigene Magnetschwebetechnologie, die bis 2020 fertig sein soll: Sie heißt IronLev und benötigt keinen elektrischen Strom, da sie bestimmte physikalische Eigenschaften der Materie nutzt.
DER EISENBAHNSEKTOR IN ITALIEN
Italien profitiert weiterhin von Investitionen in das Eisenbahnsystem und das städtische Verkehrsnetz, die den Unternehmen der Branche beachtliche Geschäftsmöglichkeiten bieten: Sanierung bestehender Infrastrukturen, Investitionen in Rollmaterial, Ausbau und Modernisierung der Bahnhöfe und U-Bahnen der wichtigsten Städte.
Im Einzelnen hat RFI zwischen 2015 und 2020 17 Milliarden Euro für die Verbesserung der Infrastruktur bereitgestellt; ein Viertel der Ausgaben entfällt auf die Hochgeschwindigkeitsstrecken Mailand–Venedig und Mailand–Genua, zudem sind die Einführung von Sicherheitssystemen sowie die Modernisierung der städtischen Netze und der wichtigsten Bahnhöfe vorgesehen. Für die Strecke Turin–Lyon wurden Arbeiten im Umfang von 8,5 Milliarden Euro genehmigt, und die Arbeiten am Brenner-Basistunnel im Wert von 8 Milliarden Euro werden fortgesetzt. Unterdessen bereitet sich Trenitalia darauf vor, das Rollmaterial für 4,5 Milliarden Euro zu erneuern, und der private Betreiber NTV wird 460 Millionen Euro in Hochgeschwindigkeitszüge investieren.
CUSTOM FÜR DEN EISENBAHNSEKTOR
Mit 25 Jahren Erfahrung konzentriert sich die Ticketing-Division von CUSTOM seit jeher darauf, innovative Lösungen für den Verkehrssektor anzubieten. CUSTOM Drucklösungen sind weltweit installiert und decken immer mehr städtische Bahn- und U-Bahn-Linien ab:
- In Italien setzen die Self-Service-Fahrkartenschalter von Ferrovie dello Stato und Italo Custom Drucker ein und bedienen damit einen Großteil des Landes;
- in Europa decken die Ticketing-Lösungen von CUSTOM rund 140.000 Kilometer Bahnstrecken ab, darunter die ungarischen, belgischen, tschechischen, österreichischen und polnischen Bahnen (mit KZL);
- auch die Strecken der Russian Railway nutzen CUSTOM Lösungen: Dank ihrer hervorragenden Beständigkeit gegenüber extremen klimatischen Bedingungen sind CUSTOM Drucker das ideale Produkt, um einen einwandfreien Service auf der gesamten Transsibirischen Strecke zu gewährleisten.
Zu den jüngsten aktiven Installationen zählen:
- VKP80III, das kompakte und flexible Ticketdruckermodell, installiert in allen TVMs der französischen Bahn SNCF;
- VKP80II SX, der weltweit führende Bon-/Ticketdrucker für Self-Service-Kioske, der auch für die schwedischen Nahverkehrslinien installiert wurde;
- KPM302, der Drucker für Self-Service-Fahrkartenschalter, der zusammen mit dem Modell TK302 RFID die Nahverkehrslinien in Bordeaux (Frankreich) und Doha (Katar) abdeckt.