19. April 2017
Innovazioni Tecnologiche
Vertriebsformate im Modehandel

Pop-Up Store, Temporary Store, Concept Store… Entdecken Sie die wichtigsten Formate, die den Modehandel bereichern!
Der Einzelhandel ist das letzte Glied der Vertriebskette und hat die grundlegende Aufgabe, an den Endverbraucher zu verkaufen. Ziel ist es, den Besucher der Verkaufsstelle anzuziehen, einzubinden und in einen Kunden umzuwandeln, und dafür kann das traditionelle Geschäft zahlreiche Formen und Typen annehmen. Insbesondere im Modehandel gibt es zahlreiche Vertriebsformate, die je nach ihren Merkmalen, ihren Standorten und den verkauften Produkten (Mehrmarken oder Einzelmarke) unterschiedliche Bezeichnungen tragen.
Hier eine Übersicht über die wichtigsten Vertriebsformate im Modehandel, von denen immer häufiger die Rede ist:
CORNER
Das Corner ist ein Bereich, der einer einzelnen Marke (Monobrand) innerhalb einer Mehrmarken-Verkaufsstelle (z. B. eines Kaufhauses) gewidmet ist. Das Unternehmen, das das Corner betreibt, kann die In-Shop-Kommunikation, den Verkauf und das Personal unabhängig verwalten.
FLAGSHIP STORE
Diese Geschäfte, auch „Flaggschiff-Stores“ genannt, befinden sich an den wichtigsten Standorten großer Städte. Diese Verkaufsstellen sind Monobrand-Stores und zielen nicht in erster Linie auf den eigentlichen Umsatz der Marke ab, sondern dienen vor allem dazu, die symbolischen Werte der jeweiligen Marke zu kommunizieren.
CONCEPT STORE
Der Concept Store ist eine Verkaufsstelle mit einer starken thematischen Ausrichtung: Ziel ist es, dem Kunden ein echtes Erlebnis in der Welt der jeweiligen Marke zu bieten. Die Customer Experience im Concept Store ist reich an Reizen und Eindrücken, die durch die angebotene Ware, aber auch durch die Gestaltung und die Umgebung entstehen.
FACTORY OUTLET
Das Factory Outlet ist eine Weiterentwicklung der guten alten „Werksverkäufe“. Ziel der Outlets ist es, Restbestände aus dem Lager und fehlerhafte Ware mit hohen Rabatten abzuverkaufen. Sie befinden sich nicht in den Stadtzentren, sondern in eher peripheren Lagen.
SHOP IN SHOP oder STORE WITHIN A STORE
Ein Shop in Shop entsteht, wenn ein Händler einen Teil seiner Verkaufsfläche an eine andere Marke vermietet, die dadurch zu einem in jeder Hinsicht eigenständigen Geschäft wird.
TEMPORARY STORE
Der Temporary Store widerspricht den traditionellen Mustern einer Verkaufsstelle. Diese Art von Geschäft öffnet nämlich ohne Vorankündigung, bleibt nur wenige Tage (höchstens einen Monat) geöffnet und schließt wieder ohne Vorankündigung, um dann an einem anderen Ort zu öffnen. Die Logik des Temporary Store ist komplex und sehr modern: Diese Vorgehensweise soll ein besonderes Image einer bestimmten Marke schaffen, aber auch den Kauf fördern, da der Endverbraucher nicht wissen kann, wann das Geschäft tatsächlich schließen wird.
GUERRILLA STORE oder POP-UP STORE
Der Guerrilla Store ist eine besondere Form des Temporary Store mit einem zusätzlichen Merkmal: Diese Verkaufsstellen entstehen an abgelegenen Orten fernab der Stadtzentren, in leerstehenden Gebäuden oder Abrissgebäuden. Auch hier erfolgen Eröffnung und Schließung überraschend; die angebotenen Stücke sind oft Unikate und die Preise in der Regel niedriger als in normalen Geschäften. Es gibt keine Ladenschilder und oft nicht einmal Verkäuferinnen oder sonstiges Verkaufspersonal.
Rei Kawakubo hat dieses Format mit großem Erfolg erprobt.